– Venezuela
Ein sicherer Ort in unsicheren Zeiten
Nach dem US-Angriff prägen Unsicherheit und Angst das Leben vieler Familien in Venezuela. Das jesuitische Bildungswerk Fe y Alegría bewahrt Schutzräume und schenkt Hoffnung.
Vier Bomben fielen auf den Stadtteil Atacado umd zerstörten auch Teile der Pfarrei San Alberto Hurtado. Familien wohnen nahe der Einschlagstelle. „Zum Glück wurde niemand verletzt“, sagt Manuel Zapata SJ, Jesuit aus der Caracas. „Aber die Belastungen sind hoch.“ In den Tagen nach dem US-Angriff in Venezuela am 3. Januar ist das Leben für viele Menschen unsicher und zermürbend. „Alle Menschen in der Pfarrei haben Angst“, beschreibt Pater Zapata die Stimmung. Gleichzeitig steigen die Preise rasant. „Es gibt Familien, die sich keine Lebensmittel leisten können. Und wir denken, dass diese Notlage noch lange anhält.“
Überlebenswichtige Hilfe für Familien
Gerade Kinder leiden unter dieser Dauerbelastung. Deshalb ist das Kinder- und Jugendprojekt des jesuitischen Bildungsnetzwerks Fe y Alegría in Catuche heute wichtiger denn je. Es bietet Schutzräume, verlässliche Begleitung und konkrete Hilfe in einem Umfeld, das zunehmend instabil wird. In der Frühförderung werden 23 Kleinkinder betreut. Für viele Familien ist das überlebenswichtig. „Für mich ist das Programm eine große Hilfe“, sagt Lennys Pereira, Mutter eines zweijährigen Jungen. „So kann ich arbeiten gehen.“ 45 Grundschulkinder besuchen regelmäßig das Refuerzo-Escolar-Programm. Hier geht es nicht nur um Lernen, sondern um Sicherheit und Zugehörigkeit. Der zwölfjährige Eros erzählt: „Hier fühlen mein Bruder und ich uns geliebt, respektiert und geschützt.“
Auch Jugendliche finden Halt. Kreativangebote erreichen 22 junge Menschen. „Diese Räume geben den Jugendlichen ein Gefühl von Gemeinschaft und Verantwortung“, sagt Walia Caria, Koordinatorin der Bildungsprogramme. Das Projekt wirkt leise, aber nachhaltig. Es schützt Kinder vor den Folgen von Gewalt, Hunger und Perspektivlosigkeit. Ihre Unterstützung hilft, diese Schutzräume zu erhalten und auszubauen. Inmitten von Unsicherheit bleibt das Kinderprojekt ein fester Anker für Familien in Catuche
