Der oberösterreichische Jesuit Gerald Baumgartnerun berichtet von unvorstellbarer Not in der syrischen Stadt Homs.
– Syrien
„Die Not ist erdrückend“
Ein Monatsgehalt für zehn Liter Benzin, viele Tage ohne Wasser und Strom: Der österreichische Jesuit Gerald Baumgartner lebt seit rund zwei Jahren in Homs und erlebt die Tragik einer vom Krieg zerstörten Stadt und die katastrophale wirtschaftliche und soziale Situation hautnah. Mit ihren Nachbarschaftszentren schaffen die Jesuiten Orte, „wo Menschen durchatmen können, wo Frieden herrscht“.
Die kleine Gemeinschaft der Jesuiten im Kloster im Homs besteht aus fünf Ordensmännern: „Fünf Jesuiten aus fünf verschiedenen Nationen. Ein Franzose, ein Pole, ein Ägypter, ein Syrer und ein Österreicher“, so Baumgartner. Rund 1.400 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsenen nehmen in der einen oder anderen Form an den Aktivitäten des Klosters teil.
Syrien: Da sein, trotz alledem
Die Folgen des Kriegs in Syrien sind allgegenwärtig: Zerstörte Häuser, fehlende medizinische Versorgung, explodierende Preise und soziale Spannungen prägen das Leben. Millionen stehen täglich vor unmöglichen Entscheidungen: Essen oder Medikamente? Schule oder Arbeit? Bleiben oder gehen? Die Jesuiten und die Teams des Jesuiten-Flüchtlingsdienstes (JRS) bleiben präsent, begleiten Menschen in besonders betroffenen Vierteln von Aleppo, Homs und Damaskus – mit medizinischer Hilfe, psychosozialer Begleitung, Bildung und sicheren Orten für Kinder und Familien.
