Frauen stark machen
Hunderte Millionen Mädchen und Frauen leben ausgegrenzt und gefährdet
Überall auf der Welt kämpfen Frauen noch immer um Chancengleichheit und Anerkennung: Zwei Drittel der Menschen, die nicht lesen und schreiben können, sind weiblich. Jedes Jahr sterben über 250.000 Frauen an vermeidbaren Komplikationen bei Schwangerschaft und Geburt. Im globalen Durchschnitt verdienen Frauen 23 % als Männer und haben in vielen Weltregionen kaum Zugang zu Land, Krediten oder formeller Arbeit. Jede Dritte erlebt im Laufe ihres Lebens körperliche oder sexuelle Gewalt. Hunderte Millionen Frauen werden marginalisiert und diskriminiert – ausgeschlossen von Bildung, Ressourcen und Entscheidungsprozessen.
Gestalterinnen einer gerechten Zukunft
Die gezielte Förderung von Frauen und Mädchen ist heute wichtiger denn je. Weltweit tragen sie maßgeblich zu Bildung, sozialem Zusammenhalt und wirtschaftlicher Entwicklung bei. Durch Projekte, die Frauen stärken, werden Familien stabiler, Gemeinschaften gerechter und Zukunftschancen vielfältiger. Bildung, Gesundheitsversorgung, politische und gesellschaftliche Teilhabe für Frauen sind Schlüssel zu nachhaltiger Entwicklung und Frieden. Zusammen mit den Verantwortlichen in unseren Partnerprojekten und unseren Spenderinnen und Spendern setzen wir uns dafür ein, dass Frauen zu Gestalterinnen einer gerechten Zukunft werden.
Centro Baraka, Marokko: Leuchtturm der Hoffnung
In Marokko leben viele Frauen unter prekären Bedingungen: Gewalt und Belästigung sind keine Seltenheit, aber werden selten geahndet. Geflüchtete, Alleinerziehende, verwitwete und geschiedene Frauen sind rechtlich benachteiligt und ökonomisch verwundbar. In Nador, macht die Kombination aus Grenzlage, Migrationsdruck, ländlichen konservativen Normen und struktureller Benachteiligung die Lebensrealität für Frauen und Mädchen noch härter. Hier stranden viele Menschen aus Ländern wie Mali, Sudan, Kamerun, Elfenbeinküste oder Nigeria, oft nach monatelanger Flucht durch die Sahara. In einer der ärmsten Regionen Marokkos begleiten Programme von Jesuiten und Caritas benachteiligte Frauen – einheimische wie geflüchtete - auf dem Weg zur Selbstermächtigung. Das Centro Baraka wird zum Ort der Begegnung zwischen Kulturen, Religionen und Sprachen.
Skilling Circles Aghanistan: Zukunft knüpfen!
Seit dem Machtwechsel im August 2021 sind Bildung und berufliche Perspektiven für Frauen zur absoluten Ausnahme geworden. Ende März 2022 verschärfte die De-facto-Regierung die Lage weiter, indem sie Mädchen ab der siebten Klasse den Schulbesuch untersagte. Auch junge Frauen wurden vollständig von den Universitäten ausgeschlossen. Ein JRS-Programm, das Bildung und Handarbeit verbindet, ebnet jetzt Hunderten jungen Afghaninnen den Weg in mehr Selbstständigkeit durch die Möglichkeit, berufliche Fähigkeiten zu erlernen und sich neue wirtschaftliche Perspektiven zu eröffnen. Die Teilnehmerinnen werden in traditionellen Handwerkskünsten wie Schneiderei, Stickerei, Strickerei und Teppichweberei ausgebildet.
JRS Nigeria: Leben verändern
Frauen und Mädchen in Nigeria sind die großen Leidtragenden der Konflikte in ihrem Heimatland. Der Kampf ums Überleben und den Zugang zu grundlegenden Ressourcen bestimmt ihren Alltag. Programme des Jesuiten-Flüchtlingsdienstes (JRS) unterstützen sie gezielt und nachhaltig.
Indien: Die Vergessenen ins Leben holen
In Indien – vor allem auf dem Lande – bleibt vielen Mädchen der Schulbesuch verwehrt: Über 140 Millionen Frauen, ein Drittel der weiblichen Bevölkerung ab 15, können nicht lesen und schreiben. Die Village Reconstruction Organisation (VRO) fördert in zwei Bundesstaaten gezielt Frauen und stärkt so Dorfgemeinschaften.





