– Simbabwe

Trauer um Pater Lorenz von Walter SJ

Seine Jugend war geprägt von den Entbehrungen des Zweiten Weltkriegs, ehe Lorenz von Walter als junger Jesuit aus dem Rheinland in den Süden Afrikas aufbrach. Nach fast sieben Jahrzehnten im Einsatz für die Menschen in Simbabwe erlag Pater von Walter mit 94 Jahren in Harare den Folgen eines Sturzes.

Lorenz von Walter wurde in Köln geboren, wo er in den Kriegsjahren aufwuchs. Er erlebte das Elend und die Armut in der zerbombten Stadt. Junge Jesuiten holten die Kinder von der Straße und unterrichteten sie kostenlos, auch ihn. Das beeindruckte ihn und weckte seine Berufung.

Nach seiner Matura am Aloisiuskolleg trat er in das Noviziat der Ostprovinz auf dem Jakobsberg ein. Während seines Studiums der Philosophie eröffnete sich die Chance, im damaligen Rhodesien, jetzt Simbabwe, eine Missionsstation zu eröffnen, und er gehörte zur ersten Gruppe, die 1958 dort ankam. Neben dem Sprachstudium sammelte er dort erste Erfahrungen im Schuldienst.

Theologie studierte Lorenz von Walter in Innsbruck, wo er auch geweiht wurde. Nach dem Tertiat in Irland kehrte er 1965 nach Rhodesien zurück. Der erste Einsatzort für P. von Walter war die St. Albert’s Mission. Nach neun Jahren wechselte er in die Pfarreiarbeit nach Karoi. Am 5. November 1978 startete er seinen Einsatz in der damaligen Sinoia-Mission. Es folgten Einsätze in der Stadt Chinhoyi und den verschiedenen Missionsstationen.

1999 kehrte er nach Deutschland zurück und übernahm die Verantwortung für die Jesuiten-Kommunität in Saarlouis, bis ihn 2007 der neu ernannte Bischof Dieter B. Scholz SJ zur Mitarbeit ins Generalvikariat zurück nach Chinhoyi rief.

Mit nachlassender Gesundheit zog er vor drei Jahren ins Richartz House nach Harare, eine Einrichtung für ältere Mitbrüder. Am frühen Morgen des 1. Juli 2024 stürzte er vor der Kapelle und verletzte sich am Kopf. Wenige Stundn später entschlief er friedlich und gab sein Leben zurück in die Hände seines Schöpfers.

Requiescat in pace!

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