– Burundi

Hilfe, die ankommt

Ein neuer Geländewagen stärkt die mobile Klinik des Service Yezu Mwiza in Burundi. Künftig können die medizinischen Teams Patientinnen und Patienten in abgelegenen Gemeinden regelmäßiger und zuverlässiger erreichen.

Für viele Menschen in Burundi ist der Weg zur nächsten medizinischen Versorgung weit. Zu weit. Besonders in abgelegenen Regionen, in armen Gemeinden und an den Rändern der Hauptstadt Bujumbura bleibt Gesundheit für viele keine Selbstverständlichkeit, sondern eine tägliche Sorge. Der Service Yezu Mwiza (SYM) geht deshalb seit vielen Jahren dorthin, wo die Menschen leben. Mit seiner mobilen Klinik bringt er medizinische Hilfe, Beratung, Vorsorge und Begleitung direkt in die Gemeinden.

Diese wichtige Arbeit erhält nun neue Kraft: Am 15. April 2026 konnte dem Service Yezu Mwiza ein Toyota Land Cruiser übergeben werden, ermöglicht durch die Unter­stützung von jesuitenweltweit. Für die mobile Klinik ist dieses Fahrzeug weit mehr als ein Mittel zur Fortbewegung. Es ist ein Werkzeug der Nähe, ein Stück verlässliche Infrastruktur und ein sichtbares Zeichen internationaler Solidarität.

Seit 2008 ist die mobile Klinik des SYM im Einsatz. Sie unterstützt besonders verletzliche Menschen, darunter chronisch Kranke, Fami­lien in Armut und Menschen, die nur schwer Zugang zu Gesundheitseinrichtungen haben. Die Teams besuchen derzeit 16 Standorte in und um Bujumbura sowie in weiter entfernten Regionen. Dort leisten sie Aufklärung, führen Untersuchungen durch, bieten medizinische Beratung an und begleiten Patientinnen und Patienten kontinuierlich.

Mehr als ein Fahrzeug

Doch diese Arbeit steht und fällt mit der Frage: Kommen die Teams überhaupt an?

Bislang war genau das eine große Herausforderung. Ein einziges Fahrzeug musste für zahlreiche Einsätze und weite Strecken ausreichen. Manche Gemeinden konnten deshalb nur unregelmäßig besucht werden. In der Regenzeit oder auf schwierigen Straßen wurde der Weg zusätzlich zur Geduldsprobe. Für Menschen, die auf Behandlung, Medikamente oder medizinische Kontrolle angewiesen sind, kann eine ausgefallene Fahrt jedoch schwerwiegende Folgen haben.

Der neue Land Cruiser kommt daher zur richtigen Zeit. Er stärkt die mobile Klinik ganz konkret: Ärztinnen, Pfleger, Sozialarbeiterinnen und Gemeindeteams können häufiger und zuverlässiger in entlegene Gebiete fahren. Medizinisches Material, Medikamente und Ausrüstung lassen sich sicherer transportieren. Einsätze können besser geplant, neue Regionen erreicht und bestehende Angebote kontinuierlicher begleitet werden.

Für die Menschen in Kabezi, Mukike, Gatumba und vielen weiteren schwer zugänglichen Orten bedeutet das mehr als bessere Logistik. Es bedeutet, dass Hilfe nicht abstrakt bleibt, sondern tatsächlich ankommt. Dass eine Beratung stattfinden kann. Dass eine Untersuchung nicht verschoben werden muss. Dass Krankheiten früher erkannt, Behandlungen fortgeführt und Vertrauen aufgebaut werden kann.

Der Exekutivdirektor des Service Yezu Mwiza, P. Pascal Bihorubusa SJ, unterstreicht die Bedeutung der Unter­stützung: „Dieses Fahrzeug ist für unsere mobile Klinik und vor allem für die Menschen, denen wir dienen. Es wird uns helfen, noch regelmäßiger zu jenen Gemeinden zu gelangen, die bisher nur schwer erreichbar waren.“ Auch im Blick auf die Partnerschaft mit jesuitenweltweit zeigt sich P. Pascal dankbar: „Wir danken jesuitenweltweit von Herzen für diese wertvolle Unter­stützung. Der neue Land Cruiser ist mehr als ein Fahrzeug: Er ist ein Zeichen der Solidarität und ein konkretes Werkzeug, um Leben zu schützen und Hoffnung zu stärken.“

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