– Südsudan
Hebammen retten Leben: Ausbildung, die Zukunft schenkt
Jedes Jahr wird am 5. Mai der Internationale Hebammentag begangen. Er erinnert daran, wie unverzichtbar Hebammen für die Gesundheit von Müttern und Kindern sind – besonders in Ländern mit schwachen Gesundheitssystemen wie dem Südsudan.
Am Internationalen Hebammentag richten wir den Blick auf Frauen, die oft im Stillen Großes leisten: Hebammen. Sie begleiten Mütter und Kinder an einem der verletzlichsten und zugleich hoffnungsvollsten Momente des Lebens. Dort, wo Gesundheitssysteme schwach sind, können gut ausgebildete Hebammen über Leben und Tod entscheiden.
Qualifizierte Fachleute fürs ganze Land
Besonders deutlich wird das im Südsudan. Das Land gehört weiterhin zu den Orten mit der höchsten Müttersterblichkeit weltweit. Eine der Hauptursachen ist der Mangel an qualifiziertem Gesundheitspersonal. Genau hier setzt das Catholic Health Training Institute (CHTI) in Wau an. Das Institut bildet zertifizierte Pflegefachpersonen und Hebammen aus, die nach ihrer dreijährigen Ausbildung in Gesundheitseinrichtungen im ganzen Land arbeiten können. Seit vielen Jahren unterstützen wir das CHTI durch unsere Partnerorganisation Solidarity for South Sudan.
Seit Bestehen des Programms haben dort bereits 447 Pflegefachpersonen und Hebammen abgeschlossen, darunter 163 Hebammen. Rund 90 Prozent der Absolventinnen und Absolventen arbeiten anschließend in Gesundheitseinrichtungen im Südsudan.
Frauen schaffen Vertrauen
Hebammen stärken nicht nur die medizinische Versorgung. Sie stärken auch Frauen. Der Anteil weiblicher Absolventinnen liegt bei 38 Prozent, aktuell sind 42 Prozent der Studierenden am CHTI Frauen. Das ist wichtig, denn weibliches Gesundheitspersonal erleichtert Frauen vielerorts den Zugang zu medizinischer Betreuung. Gerade in der Schwangerschaft, bei der Geburt und in Fragen reproduktiver Gesundheit schafft Vertrauen oft erst den Raum, in dem Hilfe angenommen werden kann.
Die Ausbildung am CHTI wirkt damit weit über den Kreißsaal hinaus. Sie eröffnet jungen Frauen berufliche Perspektiven, fördert ihre Selbstbestimmung und trägt zu einer Kultur des friedlichen Zusammenlebens bei. Studierende aus verschiedenen Regionen und ethnischen Gruppen lernen gemeinsam, arbeiten gemeinsam und werden zu Fachkräften, die ihrem Land dienen.
Am Internationalen Hebammentag sagen wir Danke: allen Hebammen, die mit Wissen, Mut und ruhiger Hand Leben schützen!
Krise im Südsudan – Schenken Sie Hoffnung!
Hunderttausende Geflüchtete leben in den Lagern von Maban, Renk, Yambio – und täglich fliehen weitere Familien vor dem Krieg aus dem Nachbarland Sudan. Nahrung, Wasser und Bildungsangebote sind knapp. Der Jesuiten-Flüchtlingsdienst (JRS) unterstützt Geflüchtete und Aufnahmegemeinschaften




