– Testament & Erbschaft

Was bleibt, wenn wir gehen?

Was ein Mensch hinterlässt, erzählt, was ihn getragen hat. P. Trieu Nguyen SJ erinnert an einen Freund des Hauses, dessen Leben von Treue, Bildung und leiser Großzügigkeit geprägt war.

Wenn Pater Trieu Nguyen SJ von Dr. Heinrich Wambsganß und dessen Vermächtnis erzählt, geht es nicht um Zahlen oder Paragraphen, sondern um einen Menschen. Um Besuche, Gespräche, gemeinsames Essen und Lebensgeschichten, die noch einmal ausgesprochen werden wollen.

Seit zehn Jahren arbeitet Pater Trieu bei jesuitenweltweit in Nürnberg. „Während der Corona-Zeit“, berichtet er, „hat sich für mich immer mehr herausgebildet, dass ich für ältere Wohltäterinnen und Wohltäter da sein darf: für ihr leibliches und seelisches Wohl sorgen, sie besuchen, für sie kochen, die Kommunion bringen, zuhören, mit ihnen beten. Es ist kein Job. Es ist ein Dienst.“

Besonders lebendig ist ihm die Erinnerung an Heinrich Wambsganß geblieben, einen langjährigen Freund von jesuitenweltweit. Im September 2025 durfte er noch seinen 90. Geburtstag feiern. P. Trieu beschreibt ihn als „zurück­haltenden Herrn im sommerlichen Anzug mit Hut, fast wie ein englischer Gentleman“. Doch was Heinrich Wambsganß auszeichnete, lag tiefer: Bescheidenheit, Höflichkeit, Bildung, eine große Liebe zu Kunst und Kultur.

Engagement und „Befreiung“

Seit 2016 kannten sich die beiden. Damals kam Herr Wambsganß, ein vielseitig interessierter Elektroingenieur, nach Nürnberg und brachte zwei Kartons voller Plüschtiere mit. Sie sollten für einen guten Zweck verkauft werden. Auf der Dachterrasse packten sie die Tiere aus. Manche waren mehr als 80 Jahre alt und doch erstaunlich gut erhalten. Für Herrn Wambsganß waren sie mehr als Erinnerungsstücke. In den Kriegsjahren waren sie seine Gefährten gewesen. Jedes Tier hatte einen Namen. In ihnen bewahrte sich ein Stück Kindheit, das die Welt der Erwachsenen beinahe zerrissen hätte.

Später kam Herr Wambsganß immer wieder nach Nürnberg, zum Austausch auf der Dachterrasse. Im vergangenen Herbst ist er gestorben. Wie wir feststellten, hat er uns als Alleinerben eingesetzt. „Der Inhalt seines Testaments war nie Thema unserer Gespräche“, erinnert sich Pater Trieu. Einmal nur sprach sein älterer, alleinstehender Freund von einer „Befreiung“, die sein Engagement für unsere Arbeit für ihn bedeute.

Befreiend sicher auch, weil er insgeheim wusste: Trieu wird sich um Beerdigung und Wohnungsauflösung kümmern, unsere Finanzfachleute um die Abwicklung seines Nachlasses.

Gemeinsam sind wir stark!

Wer über sein Testament nachdenkt, stellt sich juristische Frage. Aber auch: Was war mir wichtig? Wem fühle ich mich verbunden? Wo soll mein Leben weiterwirken?

jesuitenweltweit möchte Menschen bei diesen Fragen begleiten. In unserer Broschüre „Mit Ihrem Vermächtnis die Zukunft gestalten“ finden Sie rechtliche Hinweise zum Testament, Formulierungsbeispiele und Checklisten. Dazu Informationen, wie Sie die weltweite Arbeit der Jesuiten bedenken können – durch ein Vermächtnis, eine Erbeinsetzung oder eine Stiftung. Sie ermöglichen Bildung, stärken Gemeinden, helfen Geflüchteten, unterstützen soziale, ökologische und landwirtschaftliche Projekte und geben Menschen eine Zukunft.

Fragen zum Thema „Testament und Erbschaft“ und dazu, wie Sie jesuitenweltweit und die Franz-Xaver-Stiftung durch Ihr Vermächtnis unterstützen können?

Bestellen Sie jetzt unsere Erbschaftsbroschüre oder vereinbaren Sie einen Termin: Wir nehmen uns gerne Zeit für ein persönliches Gespräch.

P. Christian Braunigger SJ und Dr. Norbert Dischinger (Deutschland):
0911 / 2346-160 oder info@jesuitenweltweit.de

Mag. Katrin Morales (Österreich):
01 / 512 52 32 56 oder morales@jesuitenweltweit.at

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