Das internationale Xavier Netzwerk der jesuitischen Hilfsorganisationen und NGOs hat sich einen ersten Überblick über die Auswirkungen des Erdbebens in Kolumbien verschafft. Medienberichten zufolge liegt die Zahl der Todesopfer bei 265 (Stand 13. August), Tendenz steigend.
Die zuständige Koordinatorin des Xavier Netzwerks, Asunción Taboada Lanza, bereitet eine mögliche Unterstützung seitens des Netzwerks vor. Sie berichtet von zuletzt mehr als 900 Verletzten, 60 eingestürzten Gebäuden und 1.500 beschädigten Häusern. Die Konferenz der Jesuitenprovinziäle von Lateinamerika und der Karibik (CPAL), die lokale Provinz und die Organisation „Red Claver“ haben bereits einen internen Notruf gestartet.
Der Jesuiten-Flüchtlingsdienst JRS konzentriert sich mit der Notfallhilfe aktuell auf Buenaventura, wo Menschen ohne Unterkunft betreut werden.
Im ländlichen Chocó wird staatliche Hilfe voraussichtlich nicht so schnell ankommen. Geplant ist, besonders gefährdete Familien auf dem Land beim eigenständigen Wiederaufbau ihrer beschädigten Häuser zu unterstützen.
Die meisten Einrichtungen von „Fe y Alegría“ berichten von geringen bis mäßigen Auswirkungen des Erdbebens. Ein Standort ist allerdings stark betroffen.
