Am Montag, dem 10. August 2026, hat ein Erdbeben der Stärke 7,4 den Westen Kolumbiens erschüttert. Das Epizentrum lag im Departamento Chocó im Nordwesten des Landes. Die Erschütterungen waren jedoch in weiten Teilen Kolumbiens zu spüren und verursachten auch in den Städten Cali, Pereira und Manizales schwere Schäden.
Hilfe für besonders betroffene Regionen
Medienberichten zufolge sind mindestens 290 Menschen ums Leben gekommen, Tausende wurden verletzt und Hunderte gelten als vermisst. Zahlreiche Gebäude sind eingestürzt, viele weitere Häuser wurden beschädigt.
Das internationale Xavier Netzwerk der jesuitischen Hilfsorganisationen und NGOs hat sich einen ersten Überblick über die Auswirkungen der Katastrophe verschafft. Die zuständige Nothilfekoordinatorin des Xavier Netzwerks, Asunción Taboada Lanza, bereitet die Unterstützung des Netzwerks vor. Nach ihren Angaben wurden mehr als 4.000 Menschen verletzt, rund 60 Gebäude sind eingestürzt und etwa 1.500 Häuser wurden beschädigt.
Besonders herausfordernd ist die Situation im ländlichen Chocó. Die Region liegt im Westen Kolumbiens und ist vielerorts nur schwer erreichbar. Deshalb wird staatliche Hilfe einige abgelegene Gemeinden voraussichtlich erst mit Verzögerung erreichen. Im ländlichen Chocó soll vor allem besonders gefährdeten Familien geholfen werden. Sie sollen dabei unterstützt werden, ihre beschädigten Häuser möglichst eigenständig wieder aufzubauen.
Auch Buenaventura, eine wichtige Hafenstadt an der kolumbianischen Pazifikküste, ist betroffen. Der Jesuiten-Flüchtlingsdienst (JRS) unterstützt dort Menschen, die durch das Erdbeben ihre Unterkunft verloren haben.
Die Konferenz der Jesuitenprovinziäle von Lateinamerika und der Karibik (CPAL), die zuständige Jesuitenprovinz und die Organisation „Red Claver“ haben bereits einen internen Notruf gestartet.
Gute Nachrichten aus den jesuitischen Bildungsprojekten
Auch Einrichtungen des Schulnetzwerks Fe y Alegría sind vom Erdbeben betroffen. Die meisten Standorte berichten von geringen bis mäßigen Schäden. An einem Standort ist die Situation jedoch besonders ernst. Das Armenviertel El Retiro blieb weitgehend von schweren Schäden verschont, dennoch wurden auch dort Einrichtungen beschädigt.
Im Kinderzentrum El Señor de los Milagros weist das Dach des Verwaltungsgebäudes Schäden auf, und die Wände sind von Rissen durchzogen. Zudem wurden durch einen Stromausfall einige Computer und andere Elektrogeräte beschädigt. Damit die Kinder und Familien ihre gewohnten Angebote weiterhin nutzen können, müssen die entstandenen Schäden möglichst rasch behoben und beschädigte Ausstattung ersetzt werden.
Die wichtigste Nachricht ist: Den Kindern und ihren Familien geht es gut. In der Kindertagesstätte gab es keine Todesopfer. Doch auch dort wird Unterstützung benötigt, damit die Schäden beseitigt und die Bildungs- und Betreuungsangebote für die Kinder schnell wieder gesichert werden können.
Ihre Hilfe gibt Hoffnung
Nach dem Erdbeben stehen viele Familien vor der schwierigen Aufgabe, ihr Zuhause wieder instand zu setzen und ihren Alltag neu aufzubauen. Auch die Bildungs- und Betreuungsangebote für Kinder müssen schnellstmöglich gesichert werden.
Mit Ihrer Unterstützung können notwendige Reparaturen durchgeführt, beschädigte Einrichtungen wiederhergestellt und betroffene Familien begleitet werden. Gemeinsam können wir Kindern und Familien in den betroffenen Regionen Kolumbiens Hoffnung und eine Perspektive für die Zukunft geben.
