Burundi: Ein Bus, der Leben rettet

Wer in Burundi mit HIV lebt, kämpft nicht nur gegen das Virus, sondern auch mit langen Wegen zur Medikamentenausgabe und mit Stigmatisierung. Das Land ringt seit Jahren mit hohen Infek­tionsraten, die vor allem die ländliche Bevölkerung hart treffen. Der „Service Yesu Mwiza“ (SYM) bringt Hoffnung.

Projekt Burundi SYM

Ort:
Provinz Bujumbura Rural, Burundi

Partner:
P. Pascal Bihorubusa SJ, Executive Director des „Service Yesu Mwiza“ (SYM)

Zielgruppe:

In Burundi sind fast drei Prozent der Bevölkerung HIV-positiv – mehr als das Vierfache des weltweiten Durchschnitts. Ohne Behandlung greift das Virus die Immunabwehr radikal an, bis zum tödlichen Endstadium AIDS. Nur eine schnelle Diagnose kann ein weitgehend normales Leben ermöglichen.

So hilft Ihre Spende:

  • Seit 2008 unterstützt der „Service Yesu Mwiza“ (SYM) Menschen mit HIV im Westen von Burundi. Mit einem Klinikbus erreicht das Team 16 Regionen. Das Angebot soll um zwei zusätzliche Busse und ein Gesundheitszentrum erweitert werden.
  • Über 2.000 Menschen werden derzeit medizinisch beraten und begleitet. Besonders im Fokus stehen Frauen, Kinder und Menschen mit Behinderung. Zudem gibt es berufsbildende Programme für rund 700 Frauen mit HIV-Diagnose

Schockdiagnose für eine Familie

Burundi ist das zweitärmste Land der Welt. In abgelegenen Regionen wie der Provinz Bujumbura Rural leben die Menschen ohne Infrastruktur und Zugang zu medinischer Versorgung. Eine HIV-Infek­tion ist hier lebensbedrohlich, weil viele Betroffene spät diagnostiziert werden, Medikamente nicht immer verfügbar sind und Armut, Mangelernährung sowie schwache Gesundheitssysteme die Behandlung erschweren.

Wie einschneidend eine HIV-Diagnose sein kann, zeigt das Beispiel von Anastasie aus Matara: „Nachdem wir die ganze Familie getestet hatten, erfuhren wir, dass mein Mann, ich selbst und das jüngste unserer fünf Kinder HIV-positiv sind. Wir waren am Boden zerstört. Denn für eine wirksame Behandlung mussten wir zunächst regelmäßig in die weit entfernte Stadt Bujumbura fahren.“

In einer Region ohne feste Straßen und verlässliche Verkehrsverbindungen war dies eine kaum zu bewältigende Last. „Wenn kein Geld für den Transport übrig war, mussten wir warten und wurden dabei von Tag zu Tag schwächer.“

Zur gesundheitlichen Belastung kommen auch soziale Folgen: Die meisten Betroffenen verschweigen ihre Diagnose aus Angst vor Ausgrenzung oder dem Verlust des Arbeitsplatzes. Viele Eltern nehmen ihre Kinder sogar aus der Schule.

Die mobile Klinik

Der „Service Yesu Mwiza“ (SYM) hat bereits 2008 den Kampf gegen HIV und AIDS aufgenommen. Herzstück ist ein umgebauter Klinikbus, der regelmäßig 16 Orte erreicht, in denen es keine Gesundheitszentren gibt. So können ortsunabhängig HIV-Tests durchgeführt, Behandlungen eingeleitet und Betroffene psychosozial begleitet werden.

Auch Anastasias Familie profitiert: „Der SYM hat unser Leben verändert. Dank der mobilen Klinik müssen wir keine langen Wege mehr zurück­legen. Mit der Hilfe der Gesundheitsfachkräfte haben wir Schritt für Schritt gelernt, mit der Lage zu leben.“

Derzeit werden über 2.000 Personen behandelt, beraten und begleitet. Im Fokus stehen belastete Fami­lien und Kinder – insbesondere Mädchen und Waisen – sowie Menschen mit Behinderung.

Neue Möglichkeiten

Auch Aufklärungs- und Bildungsprogramme gehören zum Angebot des SYM. In Kooperativen arbeiten rund 700 Frauen mit HIV-Diagnose zusammen. Sie betreiben Ackerbau, können ihre Fami­lien ernähren und Überschüsse verkaufen. So entstehen Ernährungssicherheit und ein Stück wirtschaftliche Un­ab­hängig­keit.

Damit künftig Menschen auch in anderen Regionen erreicht werden, will der SYM zwei weitere Klinikbusse einsetzen und ein eigenes kleines Krankenhaus eröffnen, in dem sogar Operationen möglich sind. Ein neues Teilprojekt richtet sich an Menschen mit Opioidabhängigkeit – eine Gruppe, die überproportional oft HIV-positiv ist. Auch die einkommensschaffenden Aktivitäten sollen weiter ausgebaut und um handwerkliche Bereiche ergänzt werden.

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